1751

(23. März) Der schon als Kind in Rom ausgebildete, später zum katholischen Glauben übergetretene Anton Raphael Mengs (1728-1779) wird in Dresden zum Oberhofmaler Augusts III. ernannt. Der König bestellt bei ihm das Altarbild für die Dresdner Hofkirche.

(Juni) Der Bildhauer Peter Anton Verschaffelt (1710-1793) verläßt Rom nach 13jährigem Aufenthalt.

(Sept.) A. R. Mengs begibt sich wieder nach Italien, um das Altarbild "unter den Augen des göttlichen Raphael" zu vollenden (das Gemälde wird 1766 in Spanien fertig). Nach fünfmonatigem Aufenthalt in Venedig erreicht Mengs im Mai 1752 Rom. Hier bleibt er (mit mehreren jahrelangen Unterbrechungen) bis zu seinem Tode 1779.

 

1752

(April) Der Maler Sir Joshua Reynolds (1723-1792) kehrt nach zweijährigem Aufenthalt in Rom und Neapel nach London zurück.

(Mai) Mengs trifft in Rom ein.

(30. Juli) Mengs wird Mitglied der Accademia di San Luca in Rom.

 

1754

bis 1765: Der Maler Hubert Robert in Rom. Er bildet in Anlehnung an Piranesi und Pannini seinen Stil der Ruinenmalerei aus.

(11. Juni) Winckelmann tritt in Dresden zum katholischen Glauben über, um eine Anstellung in Rom zu erhalten.

(Nov.) Mengs erhält die Leitung des Aktsaals (Accademia del Nudo) der Accademia di San Luca. Er übt sie in monatlichem Wechsel mit mehreren anderen Malern aus.

(Herbst) bis Frühjahr 1758: Der dänische Bildhauer Johann Wiedewelt in Rom.

 

1755

(24. Juli) Gründung der Accademia di San Carlo alle Mortelle in Neapel. Direktor: Giuseppe Bonito.

(Juni) Winckelmanns "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke" erscheinen in Dresden.

(24. Sept.) J. J. Winckelmann reist von Dresden nach Rom ab. Am 18. November trifft er ein. Er bleibt in Rom bis zu seinem Tod (1768). Schließt enge Freundschaft mit Mengs.

Der Tiroler Maler Martin Knoller (1725-1804) kommt nach Italien. Er lebt zunächst in Rom als Freund von Mengs und Winckelmann. Ab 1758 wechselnde Aufenthalte in Neapel, Mailand, Rom. Von 1765 bis zu seinem Tode in Mailand ansässig.

 

1756

Anton von Maron aus Wien (1722-1808) wird Schüler von Mengs. Er bleibt sein Leben lang in Rom. Heiratet 1765 Mengs' Schwester Therese.

(Mai) Der Landschaftsmaler Adolf Friedrich Harper aus Berlin (1725-1806) kehrt nach vierjährigem römischem Aufenthalt nach Deutschland zurück. Er wird Hofmaler in Stuttgart und malt noch jahrzehntelang italienische Motive.

(Aug.) bis 1763: Während des Siebenjährigen Krieges reisen nur noch wenige Deutsche nach Italien. In den folgenden Jahren nimmt die Zahl der Reisenden allmählich wieder zu.

(Dez.) bis Sept. 1761: Der Maler Honoré Fragonard (1732-1806) als Pariser Akademie-Stipendiat in Rom.

Winckelmann beginnt die Arbeit an der "Geschichte der Kunst des Altertums".

 

1757

Erste Veröffentlichung der im Museum zu Portici bewahrten antiken Fresken, Skulpturen und Möbel aus Herculaneum. Das Werk (acht Bände 1757-1792) erscheint in geringer Auflage, über deren Verteilung der König von Neapel verfügt. Die Ausgrabungen in Herculaneum und Pompeji sind seit 20 bzw. 10 Jahren im Gange.

(Juni) bis Okt. 1758: Winckelmann ist Bibliothekar beim Kardinal Archinto.

(6. Nov.) Baron Philipp von Stosch (geb. 1691), bedeutender Gemmensammler und Altertumsgelehrter, in Florenz gestorben. Winckelmann verfaßt 1758/59 eine Beschreibung seiner Sammlung.

 

1758

Der Maler Christoph Unterberger (geb. 1732) läßt sich in Rom nieder, wo er 1789 stirbt. Wird Schüler und Mitarbeiter von Mengs (bis 1761).

(Febr./März) Winckelmann besucht zum ersten Mal Neapel, die Ausgrabungen von Herculaneum und Pompeji und die Tempel von Paestum. Hier sieht er originale Zeugnisse griechischer Baukunst.

bis 1759: A. R. Mengs, der seit 1755 eine über Dresden vermittelte Verbindung mit dem Neapeler Hof hat, hält sich in Neapel auf. Danach wieder in Rom.

(Sept.) bis Mai 1759: Winckelmann katalogisiert in Florenz die nachgelassene Gemmensammlung des Barons von Stesch (der Katalog erscheint im Februar 1760).

 

1759

Der württembergische Hofmaler Friedrich Wilhelm Beyer legt deutschen Fürsten den Plan zu einer deutschen Akademie in Rom vor.

Giov. Gaetano Bottari gibt Vasaris Lebensbeschreibungen der Künstler der Renaissance neu heraus.

(Mai) Winckelmann wird Bibliothekar des Kardinals Alessandro Albani (1692 bis 1779).

 

1760

Gründung des Cafè Greco in der Via Condotti in Rom, nahe dem Spanischen Platz. Das Cafè entwickelt sich, besonders seit Ende des Jahrhunderts, zu dem wichtigsten Treffpunkt der deutschen Künstler.

bis 1761: A. R. Mengs malt in der Villa Albani das Deckenfresko "Der Parnaß". (20. Aug.) Winckelmann wird Mitglied der Accademia Etrusca zu Cortona.

(Okt.) Wincklmann wird Ehrenmitglied (accademico di grazia) der Accad. di San Luca.

 
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