Kopf eines Kamels
Vatikanische Museen

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Der vorzüglich gearbeitete Kopf gibt den hochmütigen Ausdruck, der Kamelen eigen ist, sehr gut wieder. Das tiefe Loch im Maul weist auf eine Verwendung als Wasserspeier, doch gehört die roh durch die Zunge führende Bohrung wohl zu einer späteren, vielleicht erst modernen Zurichtung. Der Gedanke, gerade ein Wüstentier Wasser spenden zu lassen, ist auch eher einem späteren Benutzer als dem Schöpfer der Figur zuzumuten. Andererseits fällt es schwer, sich das Kamel in ganzer, überlebensgroßer Gestalt vorzustellen. Die Augenbohrungen zeigen, daß das Werk aus der römischen Kaiserzeit stammt.

Wolfgang Helbig,
Führer durch die öffentlichen Sammlungen
klassischer Altertümer in Rom

 

 

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