Hochschule für Musik und Theater
· Istituto Italiano di Cultura
· Società Dante Alighieri Deutsch-Italienische Gesellschaft e. V. , Hamburg

 

GOETHE IN ITALIEN

 

Forum der Hochschule für Musik und Theater

Sonnabend, 5. Juni 1999, 19.30 Uhr

Ulrich Wildgruber

liest aus Goethes "Italienische Reise"

 

 

mit Dia-Vision in Überblendtechnik auf Großbildleinwand

Photographie und Textbearbeitung: Jürgen Mulzer

und italienischer Klaviermusik der Zeit

Am Flügel: Gabriele Cervone

 

"Mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, ist nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein"

(an Charlotte v. Stein, 2. Dez. 1786)

Daß dieses neue Land Italien war, gibt dieser Begegnung erst ihr eigentliches Gewicht. Goethe fand hier, was ihm die Tradition schon früh verheißen hatte, was er später selbst gesucht und im Norden nicht hatte finden können, was aber seines Lebens Sehnsucht, Leidenschaft und Ziel geworden war, das Klassische. Er gewann in Italien die Anschauung dessen, was er im höchsten Sinne die Gegenwart des klassischen Bodens nannte. Ich nenne dies die sinnlich geistige Überzeugung, daß hier das Große war, ist und sein wird.

(Ital. Reise S. 456, Hamb. Ausg.)

 

Eintritt DM 25.-

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes und bekannte Vorverkaufsstellen, Abendkasse
Der Reinerlös soll dem Protestantischen Friedhof,
dem Cimitero Acattolico an der Cestius Pyramide in Rom, zufließen.

 

 

Goethe in Italien

 

Abfahrt von Karlsbad
Verona, Vicenza, Venedig

"Hätte ich nicht den Entschluß gefaßt, den ich jetzt ausführe, so wär' ich rein zugrunde gegangen: zu einer solchen Reife war die Begierde, Italien mit Augen zu sehen, in meinem Gemüt gestiegen."

Domenico Cimarosa (1749-1801): Sonata Nr. 8 D-dur

Assisi

"Aus Palladio und Volkmann wußte ich, daß ein köstlicher Tempel der Minerva, zu Zeiten Augusts gebaut, noch vollkommen erhalten dastehe. (...) Das löblichste Werk stand vor meinen Augen, das erste vollständige Denkmal der alten Zeit, das ich erblickte."

Domenico Cimarosa: Sonata Nr. 51 G-dur

Rom

".... denn an diesen Ort knüpft sich die ganze Geschichte der Welt an, und ich zähle einen zweiten Geburtstag, eine wahre Wiedergeburt, von dem Tag, da ich Rom betrat."

Domenico Cimarosa: Sonata Nr. 34 G-dur

Pause

 

Gioachino Rossini (1792-1868): Capriccio

Neapel

"Neapel selbst kündigt sich froh, frei und lebhaft an, unzählige Menschen rennen durcheinander, der König ist auf der Jagd, die Königin guter Hoffnung, und so kann's nicht besser gehn."

Gioachino Rossini: Danse

Sizilien: Palermo, Agrigent, Catania und Taormina

"Daß ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf mein ganzes Leben.".

 

 

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